26. Mai: Im Herzen der Kimberleys (1/6)
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Mit den letzten Fetzen des Tageslichts haben wir es gestern bis zum Camp des einzigen Roadhouses an der Gibb River Road, dem Mt. Barnett, geschafft. Der Campingplatz liegt auf Privatgelände sieben Kilometer vom Roadhouse entfernt, „nahe“ der Manningschlucht, die wir besuchen wollen. Wir bekommen einen Wanderplan in die Hand gedrückt, der vorgaukelt, die Schlucht läge gleich nebenan. Frühmorgens brechen wir auf. Der Weg beginnt abenteuerlich. Durch Palmen und hohe Spinnifexbüschel bahnen wir uns bis zu einem Flusslauf vor, den wir durchwaten müssen. Leider hat er soviel Wasser und im Untergrund glitschige spitzige Felsen, auf denen wir ausrutschen, so dass wir nass bis in Brusthöhe am anderen Ufer ankommen. Nach zwei Stunden Wandern durch Savanne, trockene Creeks auf und ab, erreichen wir müde und erhitzt endlich die Manningschlucht. Das Wasser im Billabong ist frisch und klar. Herbert springt hinein, schwimmt bis unter den Wasserfall und lässt die Massen auf sich niederprasseln. Bei einem kräftigen Schwimmzug stößt er mit dem großen Onkel an einen Felsen. (Gut, dass es nicht der Kopf war!)
Die Rücktour wird mühsam, der Zeh sieht nicht gut aus und muss verarztet werden. Das First Aid Kit kommt erstmals zum Einsatz.
 
 
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