24. Mai: Von Fitzroy Crossing zum Windjana Camp Ground (2/7)
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Die erste Wasserdurchfahrt überrascht uns hinter einer Kurve, und wir schleudern mit Schwung und Gottvertrauen hindurch. Puh - das ist noch einmal gut gegangen, der nächsten zollen wir mehr Respekt. Der Tunnel Creek verläuft – wie sein Name vermuten lässt - auf ungefähr einem Kilometer Länge in der Dunkelheit. Schon der Einstieg ist abenteuerlich, wir müssen uns durch riesige Felsbrocken aus rosa Granit hindurch arbeiten, dann stehen wir vor dem unterirdischen Wasserlauf, waten hindurch, es wird immer finsterer, nur die Lichter der Taschenlampen reflektieren im Wasser des Creeks. Fledermäuse im Gewölbe fiepen, fühlen sich in ihrer Tagruhe gestört. Wasser tropft an Stalaktiten herunter, es ist herrlich gruselig. Zurück am Auto sucht Traudel den „Wohnungsschlüssel“, für den sie die Verantwortung hat. Er liegt an keinem der Plätze, wo er üblicherweise abgelegt wird. Hektik tritt auf. Die Suche erstreckt sich auf alle Taschen, auf den Autositz, wo Reiseführer und Landkarten lagern, unter den Sitz. Der Schlüssel bleibt verschwunden. Zum Schluss räumt Herbert die Campingmöbel weg, die hinter den Sitzen verstaut sind und findet das wertvolle Stück. Wir atmen auf. Vermutlich ist der Schlüssel während der holprigen Fahrt von den Unterlagen gerutscht. Währenddessen hat sich der Himmel bezogen, wenig später fallen die ersten Tropfen, entwickeln sich zu einem tropischen Platzregen, der aus der Straßenoberfläche Wackelpudding macht. Wir schmatzen durch den Modder, dann scheint die Sonne wieder, und wir ziehen die übliche Staubwolke hinter uns her. Bevor wir unser Auto wieder anfassen können, entfernt Herbert mühevoll eine dicke Schicht aus Modder und Staub, die den Ehrgeiz entwickelt hat, zu Zement zusammenzubacken.  
 
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