| Wir haben uns eine Ruhepause in der Einsamkeit verdient. Von Broome aus starten wir zum Cape Leveque, um den Allradantrieb zu testen und zwei Tage in der Stille zu verbringen. Nach zwanzig Kilometern Asphalt beginnt die Sandpiste, rot, staubig und butterweich. Herberts ganze Konzentration ist gefordert, denn trotz des zugeschalteten Antriebs schlingert und hoppelt das Auto, entwickelt ein ungewöhnliches Eigenleben. Wir sind nicht traurig, dass nach achtzig Kilometern erneut Asphalt beginnt und das Schütteln und Rütteln aufhört. An unserem Ziel in Kooljaman erwarten uns mehrere Überraschungen. Im Camp herrscht Hochbetrieb. Ein Reisebus voller Rentner ist vor uns eingetroffen, verstopft die Rezeption.
Ein reger Autobetrieb auf dem Campingplatz hält uns bei Laune, die gesteigert wird, als direkt über uns die sogenannten Scenicflüge hinweg donnern. Nix ist es mit himmlischer Ruhe, das haben wir uns anders vorgestellt. Wir haben zwar einen schönen Stellplatz, aber die Aussicht auf die Klippen ist nicht gerade Postkarten verdächtig. Die Landschaft sieht aus, als hätten die Schaufellader aus Tom Price das Cape umgewühlt. Wir laufen zur Ostseite der Halbinsel, um zu schwimmen. Es ist Ebbe und überall schauen Felsen aus dem aufgewühlten Wasser, das Badetemperatur hat. Herbert traut sich trotzdem hinein. Ein anschließender Blick ins Restaurant verrät, dass es dort nur Fastfood zu essen gibt. |
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