12. Mai: Delfinshow
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„Up to the dolphins?“ Die Frau im Schlafanzug lächelt mich an. Da ich den Mund voller Zahnpastaschaum habe, kann ich nur nicken. Die Fütterung der Meeressäuger in Monkey Mia soll um 8.00 Uhr beginnen, und wir müssen dreißig Kilometer weit fahren. „Viel Spaß!“, sagt die Frau und gähnt. „Ich gehe wieder ins Bett.“ Die Tür des Waschraums schlägt hinter ihr zu. Es ist 6.30 Uhr, noch präsentiert sich der Morgen dunkelgrau und kalt. Ich würde mich auch gerne wieder in die Decke kuscheln, aber besondere Ereignisse erfordern besondere Anstrengungen. Als wir im Ressort ankommen, ist die Ouvertüre zur Show im Gange. Eine Rangerin steht knietief im Wasser und informiert eine Schar Touristen über das Leben der Delfine. Die warten schon darauf, dass die Fütterung beginnt, springen, prusten und stecken ihre Nasen aus dem Wasser. Schlag Acht tragen mehrere Volontäre Eimer mit Fischen herbei, die einige Zuschauer verfüttern dürfen. Den Tieren selbst soll das Spektakel mehr schaden als nützen, heißt es, aber die Aussies werden sich den Fütterungsshows unterschiedlicher Tierarten nicht abbringen lassen. Während die Schaulustigen das Geschehen im Wasser beobachten, findet in ihrem Rücken eine weitere Fütterung statt. Möwen und Raben haben die Rucksäcke und Taschen, die im Sand abgelegt wurden, nach Fressbarem durchsucht und sind fündig geworden. Im wilden Verteilungskampf um die besten Happen fetzen Vesper und Verpackungen über den Strand.  
 
 
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