| Wir haben die Kofferausgabe, Passkontrolle und den Zoll hinter uns und streben entlang der Galerie einer großzügigen Empore auf die Empfangshalle zu. Am Fuß der Rolltreppe stehen sie: Sechs Mitglieder der Gesundheitspolizei in Formation. Die Gesichter hinter grünen Masken verborgen, erwarten sie uns. Wir durchqueren einen von Wärmebildkameras kontrollierten Bereich und werden durchgewinkt.
Beim Verlassen des Flughafengebäude erschlägt uns beinahe das feucht-warme Klima Singapurs. Doch dreißig Minuten später sitzen wir im klimatisierten Shuttlebus zum Hotel.
Dort erwartet uns ein Problem: Unsere Anmeldung ist storniert worden! Haben Sie eine Visacard? Wir müssen erst einmal selbst bezahlen. Ärgerlich!
Der Versuch, eine SMS an den Reiseveranstalter in Deutschland zu senden, scheitert, das Handy hat kein Netz.
Über den W-LAN-Anschluss im Zimmer versuche ich mit Peters Libretto zu mailen. Denkste! Weder der australische, noch der deutsche Stecker passen. Der Versuch, über das Zimmertelefon zu telefonieren, misslingt ebenfalls, da ich vergessen habe, dass Sonntag ist. Nach einer kurzen Information für den Anrufbeantworter der Firma Boomerang lege ich frustriert auf und sende eine Mail nach Trier. Beim Checkout klärt sich auf unsere Nachfrage hin alles auf. Der Fehler beim Hotel. Von asiatischer Höflichkeit haben wir in diesem Fall nichts bemerkt.
Für unser Abendessen wählen wir eine der unzähligen kleinen Gaststätten aus, die wir an einer Kreuzung unweit des Hotels entdecken. Für insgesamt zwölf Euro bekommt Traudel Shrimps mit Reis, dazu ein Wasser und Herbert Rindfleisch mit Reis und eine Cola. Es schmeckt ausgezeichnet, der Wirt ist freundlich, wir lassen die fremde Umgebung auf uns wirken und fühlen uns wohl. Der Urlaub kann beginnen.
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