| Heute sind wir um 07:30 Uhr auf den Rädern und verlassen das wunderschöne Bushcamp Tsendze. Am Zebrastreifen haben Fußgänger Vorfahrt, zweifüßige ebenso wie vierfüßige. Das gilt insbesondere dann, wenn diese die Streifen selbst mitbringen. Kaum haben wir die Hauptstraße erreicht, müssen wir anhalten, weil mehrere Meter Zebrastreifen die Fahrbahn überqueren. Hatten die wirklich Grün?
Wenig später entscheidet sich eine Herde Büffel just in dem Moment, ebenfalls die Straße zu überqueren, als wir mit ihnen auf einer Höhe sind. Das dauert mal wieder, weil Büffel nie unter einer Hundertschaft unterwegs sind. Ganz anders verhält es sich mit Löwen, denn eine einzelne Löwin schreitet gemessenen Schritts von links nach rechts über die Straße. Aber jetzt sind wir dran! Eine Weile tut sich nichts, Herbert stöhnt, weil er die Langeweile nicht aushält. Wir verlassen die Teerstraße und biegen auf eine Gravelroad ab. An einer Beobachtungsstelle des Timbavati halten wir an. Eine Reisegruppe sitzt schon wie Hühner auf der Leiter an den Sehschlitzen, doch wir finden noch ein Plätzchen am Guckloch. Die Hippos liegen tief im Fluss, nur die Öhrchen wirbeln über der Wasseroberfläche. Im Baum neben uns trällert ein Rotschwingenstar seine Frühlingsmelodie, am Ufer hockt bewegungslos eine schwarze Schildkröte. In der Ferne grasen Wasserböcke und natürlich Büffel. Bei den angeblich 25.000 Büffeln im Park ist es kaum zu verhindern, stündlich einigen von ihnen zu begegnen. Sonst tut sich nicht viel, weshalb auch der Geier erwähnt wird, der hoch im Baum nach Beute Ausschau hält. Sobald wir beim Weiterfahren das Autofenster öffnen, schlägt uns heiße Luft entgegen, und wir lernen den Luxus einer funktionierenden Klimaanlage zu schätzen. Später erfahren wir, dass am heutigen Tag 43° C gemessen wurden. |
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