Tour 2015: Wie wäre es mit Südafrika und Lesotho?
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Mai 2015: Planungen beendet – Tourplan steht
 
„Warum müsst ihr denn schon wieder nach Südafrika fliegen?“, werden wir gefragt. „Auf der Schwäbischen Alb ist es doch auch schön.“
„Stimmt!“, antworten wir. „Aber die Alb besuchen wir auf Tagesausflügen.“
Das südliche Afrika lockt uns mit Tieren, Landschaften, Menschen und Pflanzen, für die es sich lohnt, zehn bis elf Stunden Flug zu investieren. Wer weiß, wie lange wir noch in der Lage sind, per Allradfahrzeug mit Campingaufbau viele Kilometer zurückzulegen und uns nachts mit einem spartanischen Hochbett zufrieden zu geben.
Unser Tagebuch 2013 endete mit den Sätzen: “Walter lässt es sich nicht nehmen, uns zum Flughafen zu fahren. Wir verabschieden uns zum allerallerletzten Mal und werden zum allerletzten Mal ermuntert, unseren nächsten Urlaub in Südafrika zu verbringen, das sei viel weniger anstrengend als das Okavangodelta!“
Nachdem wir im vergangenen Jahr unbedingt noch einmal an den Okavango und den Chobe fahren mussten, weil wir uns an den weiten Flusslandschaften und den wilden Tieren noch nicht satt gesehen hatten, werden wir dieses Jahr im Oktober erfahren, ob unsere Freunde Recht haben. Erst nach langem Hin und Her, weil unser Wunschvermieter für unser primäres Wunschziel Sambia keinen Support anbot, haben wir uns für Südafrika entschieden. Für unsere Route, die uns 5000 km weit durch den nordöstlichen Teil des Landes führt (s. Landkarte), nehmen wir uns fünf Wochen Zeit. Uns wurde abgeraten, während der Ferien die bekannten Nationalparks zu besuchen, denn die Südafrikaner genießen sie ebenso wie die ausländischen Touristen. Am ersten Wochenende im Oktober beginnen in Südafrika die Frühjahrsferien, deshalb haben wir die Tour so gelegt, dass wir erst anschließend im Krüger NP unterwegs sein werden.
Unsere erste Nacht in Johannesburg werden wir wieder bei Huberta und Walter verbringen und freuen uns schon
heute auf einen netten Abend mit ihnen. Wir sind gespannt, wie uns nach der Wildnis und der Einsamkeit in Botswana und im Norden Namibias das frisierte Südafrika gefällt. Den größten Teil der 5000 Kilometer werden wir auf Asphalt zurücklegen, wodurch wir schneller vorankommen, es sei denn, wir geraten in Feierabend- oder Wochenend- verkehr. Dann heißt es aufgepasst, denn die Fahrweise vieler Afrikaner ist wenig zivilisiert.
Bis auf einzelne Ausnahmen sind die Campingplätze größer, als wir sie aus den Nachbarländern kennen, haben Strom und Wasseranschlüsse, Grillplätze sowie komfortable Sanitäreinrichtungen, sogar in den Nationalparks. Sie sind gepflegt, als würden sie sich um die Aufnahme im ADAC-Campingführer bewerben – wenn wir den Katalogen bzw. Internetseiten glauben dürfen. Im Krüger NP sind acht Übernachtungen in diversen Camps eingeplant, die Stellplätze sind vorgebucht. Die Wildcard werden wir erst kurz vor unserer Abreise beantragen, da sie ein Jahr ab Ausstellungsdatum gültig ist. Wer weiß, ob wir sie noch einmal brauchen. Sie gilt für alle staatlichen Naturparks, schlägt jedoch mit ca. 2700 Rand für zwei Personen ordentlich zu Buche.
Damit zumindest eine Prise Abenteuer erhalten bleibt, werden wir mit unserem 4×4-Camper den Mapungubwe NP, den Tembe NP, Lesotho und die Drakensberge unter die Räder nehmen. Besonders gespannt sind wir auf die Fahrt über den 2800m hohen Sani Pass, wo wir übernachten wollen. Warme Schlafsachen und zusätzliche Wolldecken sind auf dieser Höhe ein Muss! Und auch das muss erwähnt werden: Wir schwärmen nach jeder Reise auf die südliche Halbkugel von den Jacarandabäumen, die im Oktober in voller Blüte stehen. Dann versetzen die ausladenden Bäume an den Straßenrändern, in Gärten und Parks ihre Umgebung für zwei bis drei Wochen in einen blaulila Rausch. Auch sie sind ein Grund, für eine Reise nach Südafrika, den Oktober zu wählen.