9./10. September: Pause am Kavango (2/3)
  Umblättern
 

Was soll’s, hier ist es auch schön. Ein leichter Wind fächelt uns angenehme Temperaturen zu. Als die Sonne steigt, nutzen wir den Swimmingpool. Herbert steigt mutig in den Käfig im Fluss und stellt fest, dass die Strömung so stark ist, dass er nur mit Mühe gegen sie ankommt.
Während wir uns auf unserem Stellplatz die Zeit vertreiben, nähert sich eine Frau, den Fotoapparat anschlagbereit.
„Waren Sie nicht im vergangenen Jahr in der Kalahari?“ „???“
„In Twee Rivieren, dort sind Sie mit Bekannten essen gegangen. Wir hatten damals einen Platten, erinnern Sie sich?“
Jetzt dämmert es mir. So ein Zufall, diese flüchtige Bekanntschaft hier wieder zu treffen.
„Wir haben jetzt auch so einen Camper wie Sie, weil er uns so gut gefallen hat. Ich muss weiter, mein Mann wartet. Wir wollten uns nur den Platz anschauen.“
Bevor wir zum Dinner gehen, rufe ich noch einmal bei Stefan an, ob wir noch mit dem Fahrzeug rechnen können. Nein, heißt es wenig später genervt, der Fahrer hätte Probleme und käme erst am nächsten Morgen in der Frühe.
Das Dinner auf der Terrasse am Fluss im Schein vieler Solarleuchten ist ein Genuss, wenn man vom Knoblauch in der Vorspeise absieht. Herbert füttert die Fische damit und fragt sich, ob die nun stinken. So sehr wir den Tag genießen konnten, so schön der Abend war – ich kann nicht schlafen, stelle mir alles Mögliche vor, was dem Ersatzfahrzeug und seinem Fahrer passiert sein könnte.