| Die Nervosität steigt, im Gästezimmer türmen sich die Haufen mit allem „Notwendigen“, das wir mitnehmen wollen. Wenn ich das Fassungsvermögen unserer Reisetaschen betrachte, kommen mir wie vor jeder Reise Zweifel, ob alles hineinpassen wird. Für den Garten haben wir für die fünf Wochen Abwesenheit einen Gartensitter engagiert, der schon im vergangenen Jahr zuverlässig gearbeitet hat. Zeitung und Post sind abbestellt. Unsere Freunde in der Nachbarschaft haben sich bereit erklärt, nach dem Rechten zu sehen. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass jemand da ist, auf den man sich verlassen kann. Fahrzeug, Flug, Unterkünfte bzw. Campingplätze und das Satellitentelefon sind bezahlt. Wir warten ungeduldig auf die Voucher für die Unterkünfte, die eigentlich seit Montag da sein sollten. Hach, ist das aufregend! Unsere Route hat Herbert für das Navi gespeichert, ihr erseht sie auf der Landkarte. Diesmal wollen wir nicht nur Neues kennenlernen, sondern auch verschiedene Ecken früherer Reisen aufsuchen, von denen wir immer noch träumen. Netto ist die Tour 5.000 km lang und enthält uns bekannte und unbekannte Stationen. Netto deshalb, weil wir aufgrund nicht gerouteter Ausflüge vor Ort, Zicken unseres Navis und der Suche nach versteckten Pfaden mit weiteren 500 bis 1.000 km rechnen. Unsere erste Station ist Windhoek, wo wir für einen Tag einen kleinen Pkw gemietet haben, um schon am Ankunftstag Handy- und Internetangelegenheiten zu regeln und die ersten Einkäufe zu tätigen. Was gekühlt werden muss, werden wir erst einkaufen, wenn wir den Camper mit Kühlschrank übernommen haben. Sehr praktisch ist der Service eines Windhoeker Schlachters, der vacuumverpackte Fleisch- und Wurstportionen direkt ins Depot unseres Fahrzeugvermieters liefert. Dann geht es gleich weiter zur Blutkuppe in die Wildnis bzw. in den „Busch“, auch wenn wir dort eine aride Landschaft vorfinden werden, und wo eine Campingmöglichkeit mit nichts außer großer Natur vorhanden ist. |
|
![]() |
|