20. September: Verhängnisvoller Tiefsand und
       Elefantenbesuch   (2/4)
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Vielleicht liegt es an den Mischreifen statt grobstolliger Geländereifen, mit denen diesmal unser Auto besohlt ist, dass der Tiefsand so schwierig zu fahren ist. Wenige Kilometer vor dem Camp bleiben wir jedenfalls im Sand stecken. Tief, tief drinnen, und die Sandmatten sind leider ebenso tief im Gepäck verbuddelt.

Hinter uns hält ein Geländewagen mit zwei Männern, die ihre Hilfe anbieten, sie hätten denselben Weg wie wir. Peinlich, peinlich, denn sie stellen fest, dass unser Reifendruck viel zu hoch ist. Das hätte uns alten Allradfreaks eigentlich nicht passieren dürfen. Doch auch mit nur 1,5 bar Druck wühlt sich der Wagen tiefer in den Sand. Wie gut, dass wir beim Vermieter auf einem Bergegurt statt eines Seils bestanden haben, denn mit diesem Gurt ziehen uns unsere Helfer aus dem Sand,
ohne dass er reißt. Das letzte Stück Weg bis zum Camp schaffen wir problemlos. Der Helfer kommt extra von der benachbarten Lodge zu unserem Stellplatz und erkundigt sich, ob wir gut untergebracht sind. Wir verteilen als Dankeschön Rittersportschokolade, die in Namibia jedes Mal für strahlende Gesichter sorgt. Nach dem Abendessen und Duschen bricht die Dunkelheit im üblichen Tempo herein. Während Traudel dem Laptop die Erinnerungen des Tages anvertraut, marschiert in etwa zehn bis fünfzehn Metern Entfernung eine Elefantenherde an unserem Stellplatz vorbei. Um uns herum kracht, knackt, knuspert und brummt es, während die grauen Dickhäuter immer mehr mit der Dunkelheit verschmelzen. Wir hoffen, dass unser kleines Feuer sie davon abhält, über unseren Stellplatz zu laufen. Das wäre uns dann doch zu nah.