| Im Caprivi verwirren die verschiedenen Flüsse, Zuläufe und Nebenarme. Der Okavango wird auch Kavango genannt, es gibt den Kwando, den Sambesi, den Linyanti, der in Botswana Chobe heißt, doch alle haben ihren Ursprung in Angola und fließen ins Okavangodelta. Während die Sonne glutrot über dem Okavango aufgeht, setzen wir uns zum Frühstück an den Tisch. Leider wird uns der Spaß verdorben, weil das Brot schimmelig geworden ist. Was nun? Morgen ist Sonntag, und bis wir in der nächsten „Ortschaft“ sind, haben die Läden geschlossen. Wir beschließen schweren Herzens, unseren Plan zu ändern und abzureisen. Die 200 km bis Kongola werden wir als besonders langweilige Strecke in Erinnerung behalten; der sog. Supermarkt als ein Laden, in dem es Massen an Zucker, Trinkwasser, Zwiebeln und Maismehl zu geben scheint. Wir sind froh, dass es eine Theke mit Brot gibt. Als nächstes Ziel haben wir das Nambwa Camp am Kwando vorgesehen. Die alte Zufahrt ist durch eine neue Leitplanke versperrt, und wir suchen eine Weile nach der aktuellen Zufahrt. Das Gate zum Nationalpark entpuppt sich als neue Einfahrt zum Nambwa Camp. Etwas versteckt lesen wir den Hinweis: „4x4 only, Camp Nambwa 13,6 km“. Endlich wieder eine Allradpiste, wofür sonst haben wir diesen Camper gemietet! Herbert legt den Hebel um, und wir schlingern über eine Sandpiste, die dem Moremi Wildlife Reserve in Botswana in nichts nachsteht. | |
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