21. Oktober: Der Weg zu den Tsodilo Hills (2/2)
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In der Hitze des Nachmittags biegen wir auf die Staubstrecke Richtung Tsodilo Hills ab. Herbert lässt die Luft aus den Reifen, hoffen wir, er bekommt sie mit dem neuen Gerät wieder hinein.
Die Strecke ist schlecht ausgeschildert und kurz vor zwei großen Eingangstoren bleiben wir wieder einmal in einer Sandwanne stecken. Schaufeln sind in Botswana mindestens so wichtig wie das tägliche Brot. Das Tor linker Hand wird von einer jungen Frau bewacht, es ist die Einfahrt zum Campingplatz. Das übliche Registrieren inklusive Passnummer läuft ab. Wir schreiben nur noch Fantasienummern hinein und sind gespannt, ob das irgendwann irgendwem auffällt. Die Verständigung ist schlecht, da die Wächterin bei jeder Nachfrage dasselbe noch einmal, aber etwas schneller erläutert. Entgegen den Angaben in beiden Reiseführern kosten inzwischen sowohl
Camping, als auch der Eintritt zu den Felszeichnungen ihren Preis. Offensichtlich haben wir die Frau, als sie uns den Weg zur Campsite erklärte, richtig verstanden, denn nach einer längeren Fahrt über reifenunfreundliches Gelände erreichen wir eine Baumgruppe, die sich als schattiger Stellplatz entpuppt. Die Ablutions sind auch nicht weit, es sei denn, man sucht sie in der großen Hitze um vier Uhr Nachmittags zu Fuß auf. Uff! Wir statten ihnen einen Besuch ab und müssen feststellen, dass uns mehrere Ziegen die Einrichtungen streitig machen. Sie haben Einiges zertrümmert, die Hinterlassenschaften sind auf den weißen Kacheln nicht zu übersehen, und an jedem Wasserhahn schlecken sie nach Tropfen. Nachdem wir uns eingerichtet haben, wollen wir noch in den Naturpark fahren, aber wir schaffen es nur bis zum Tor des Campingplatzes. Wir sind eingeschlossen worden, die Wächterin hat Feierabend.