| Schon um halb Acht verlassen wir das Camp. Die erste Anlaufstelle ist die Firma Nissan, die für unser Problem keine Hilfe ist, uns jedoch an Rileys Garage
verweist, wo uns bestimmt geholfen würde. Und tatsächlich, wir erhalten ein passendes Ersatzteil! Kostenlos! Schon taucht das nächste Problem auf: Beim Anfahren blockieren die Hinterräder und machen so ein grausiges Geräusch, dass sich alle Passanten zu uns umdrehen. Wir kreuzen wieder bei Nissan auf. Die Werkstatt bietet an, den Wagen anderntags vorbeizubringen, doch das würde unsere Reiseplanung durcheinanderbringen. Herbert glaubt, dass die Handbremse der Übeltäter ist, und wir wagen trotz dieses Problems, nach Norden zu den Tsodilo Hills aufzubrechen. Vierhundert Kilometer beinahe schnurgerade Landstraße in der Hitze des Tages zu fahren, sind eigentlich eine Zumutung. Ein wenig Abwechslung bringen die Tiere, die uns auf und neben dem Asphaltband begegnen. Ein Strauß hebt erstaunt den Kopf aus dem Sand, unter einem Baum wedelt sich ein mächtiger Elefant mit seinen Ohren Luft zu, Ziegen flitzen kreuz und quer vor uns her, bis sie sich für eine Straßenseite entscheiden. Die Esel bewegen sich nach Möglichkeit gar nicht von der Stelle, während das clevere Rindvieh anhält, um uns vorbeizulassen. Für unangenehme Abwechslung sorgt der schneidige Beamte an einem der lästigen Veterinärzäune. Wir sind zwei Meter zu weit vorgefahren. Aber Hallo! Dabei gelten die Kontrollstellen nur für Frischfleisch, das von Norden nach Süden transportiert wird. Wir wagen nicht, ihn auf seine Anmaßung hinzuweisen. |
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