| Mit einem nassen Lappen gehen wir morgens auf Mückenjagd. Jede Mücke hinterlässt einen blutigen Fleck. Hätten sie uns in Ruhe gelassen, hätten wir ihnen
auch nichts getan. Wir frühstücken gemütlich, denn zur Nxai Pan ist es nicht weit. Wir kaufen seelenruhig ein, versuchen unsere Mails zu checken, was zu einem Geduldspiel wird. Um späten Vormittag fahren wir in den NP ein und stellen fest, dass der Schwierigkeitsgrad der Sandpisten steigerungsfähig ist. Wenige Meter hinter dem Gate geht es im tiefen Sand bergauf. Die Prüfung besteht das Auto. Doch einige Kilometer weiter läuft der Motor heiß, wir müssen anhalten. Vor dem Weiterfahren schalten wir im Fahrerhaus die Heizung an und siehe da, das Kühlerwasser sinkt auf Normaltemperatur ab. Stattdessen fühlen wir uns wie in einem Backofen. Später wird Herbert feststellen, dass der Kühler höchstens halbvoll mit Wasser war. Das Begrüßungskomitee am Eingang des South Camps stellt eine kleinere Elefantenherde, die im Schatten hoher Bäume die Mittagshitze abwartet und uns ohne zu grummeln passieren lässt. Sie sind uns so nah, dass wir ihren ausgeprägten Geruch einatmen. Die Sanitäranlagen sind neu, blitzsauber, haben jedoch trotz heftiger „Panzersperren“ eine Elefantenattacke nur teilweise überstanden. Offensichtlich gibt es auch unter den Dickhäutern Fakire, anders kann ich mir den Weg über die Spitzen aus Stahlbeton nicht erklären. |
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