4. Juni: Graduationsfeier in Batchelor (1/4)
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Die Feier findet unter schattigen Bäumen statt, unter denen zusätzlich luftige Netze gespannt sind. Es weht ein angenehmer Wind. Dozenten und Professoren erkennen wir an ihren „Doktorhüten“ mit unterschiedlich farbigen Bommeln und ihren Talaren in Schwarz-Rot-Gelb. Die Farben erwecken in uns heimatliche Gefühle. Der Kanzler trägt eine Art Pfannkuchen auf dem Kopf. Die Studenten sind in gelbe, die Dozenten und Professoren in schwarze Gewänder gekleidet. Reinrassige Aboriginies haben einen Teil ihrer Gesichter festlich bemalt.
Es herrscht eine feierliche Stimmung, die für uns durch das Auftreten traditioneller Tänzer sehr fremdartig wirkt. Die Männer haben sich mit Kreide und Asche bemalt und tragen rote Lendenschurze. Renate berichtet, dass die Tänzer Häftlinge seien, die durch die Tanzausbildung eine positive Identität entwickeln sollen. Die Studenten erhalten Ehrungen, ihre Abschlussurkunden und den rituellen Segen ihrer ethnischen Stämme, der zum Abschluss durch die Tänzer zelebriert wird.
 
 
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