29. Mai: Kununurra (1/3)
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Kununurra ist eine Kleinstadt, die davon profitiert, dass sich einerseits die Touristen aus Osten nach Überquerung der Quarantänegrenze zwischen Top End (Northern Territory) und Westaustralien mit frischem Obst und Gemüse eindecken, andererseits die GRR-Durchquerer aus dem Westen eine Ruhepause einlegen. Der Charme ist so steril wie in den meisten australischen Orten, die in den zurückliegenden 25 Jahren aus dem Boden gestampft wurden. Das Einkaufszentrum ist gut sortiert. Allerdings schließen die Läden und auch die Schnellgaststätte schon um 16.30 Uhr. Nur der Supermarkt hat bis 19.00 Uhr geöffnet. Um diese Zeit ist es bereits seit zwei Stunden dunkel – Winter eben. Wir decken uns mit Lebensmitteln und Getränken ein. Eine kleine Boutique, die auch Kunsthandwerk verkauft, weckt unser Interesse. Die Inhaberin schickt uns zu einer Farm außerhalb, die neben einem Café einen Laden mit „Stonecraft“ betreibt. Wir fahren vorbei an Gärtnereien und Mangoplantagen und landen in einer ländlichen Idylle. Ruhig ist es hier. Überall leuchtende Bougainvilleen und andere üppige Blütenpflanzen. Der Ausstellungsraum mit den kunsthandwerklichen Arbeiten aus den typischen Steinen dieser Region lässt uns staunen – wieder einmal. Der Künstler sei schon sehr alt, sagt die Farmerin. Nach einem Mango-Smoothy und Cappuccino im Garten unter alten schattigen Bäumen verabschieden wir uns. Hoffentlich übersteigen die steinernen Artefakte nicht das Limit unseres Fluggepäcks. Der kleine Mirima NP beginnt direkt neben dem Campingplatz und hat – so die Mitarbeiterin am Empfang – auch einen Zugang jenseits der Wiese für die Zelte. Wir suchen ihn, orientieren uns an den Wegweisern, und rennen buchstäblich immer wieder gegen eine Wand. Zu spät, da es inzwischen dunkel wird, erkennen wir, dass irgendwelche Witzbolde die Schilder vertauscht und verändert haben.  
 
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