25. Mai: Freshies in der Windjana Schlucht (1/7)
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Je weiter wir nach Osten kommen, desto früher wird es dunkel und wieder hell. Ab fünf Uhr am Morgen ist es auf unserem Campingplatz gleich neben dem Eingang zur Schlucht mit der Nachtruhe vorbei. Auch wir wollen frühzeitig in die Schlucht aufbrechen, aber kleine Plaudereien mit Campnachbarn verschieben den Start. Die Windjana Gorge ist ein Hot Spot für die Beobachtung von Süßwasserkrokodilen, die sich auf den Sandbänken sonnen. Am Flussufer führt ein kühler schattiger Wanderweg entlang. Die Reptilien dösen fotogen in der Sonne, lassen sich fotografieren. Die Aussicht auf die mächtigen Felswände der Schlucht ist malerisch. Nach zwei Stunden haben wir uns satt gesehen und kehren zum Camp zurück, duschen noch einmal und fahren weiter. Nach wenigen Kilometern biegen wir auf die Gibb River Road Richtung Osten ab. Unser nächstes Ziel ist die Bell Gorge.
So allein wir uns auf der Straße manchmal glauben, an
den touristischen Highlights tummelt sich das Volk. Allradbusse voller Touristen finden den Weg dahin.

Wie soll ich die Bell Gorge beschreiben, um ihr gerecht zu werden? Nach einer kurzen Wanderung entlang eines Dschungelpfads, den ein geschwätziger Bach begleitet, öffnet sich der obere Teil der Schlucht. Rosaorange Felsen bilden die Kulisse für mehrere natürliche Badepools, die durch kleinere Wasserfälle miteinander verbunden sind. Barfuß laufen wir über warme Felsen bis an den Rand eines Abgrunds und schauen in ein weiteres Badebecken tief unter uns, in das von unserer Ebene aus ein rauschender Wasserfall über Kaskaden hinunterstürzt. In allen Pools schwimmen Menschen oder sonnen sich wie die Freshies in der Windjanaschlucht auf den Felsen am Ufer. Über allem spannt sich ein tiefblauer Himmel mit wenigen plustrigen Wölkchen.
So ungefähr stellen wir uns den Garten Eden vor.
 
 
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