20. Mai: Tausendeinhundert Kilometer Straße (1/3)
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Als wir um 7.00 Uhr aufstehen und die Sanitärräume aufsuchen, ist der größte Ansturm schon vorüber. In Oz gehen die Uhren anders, denn die Sonne steigt schnell und geht bereits um 18.00 Uhr unter. Spätestens um 21.00 Uhr kehrt bei allen Campern Ruhe ein, nur bei Fydrichs brennt meist noch Licht, und die Tasten des Librettos klicken leise. Das Frühstück findet heute in Gesellschaft einer Schar rosagrauer Papageien statt, die sich lautstark beschweren, weil wir ihnen nichts abgeben. Wir laden in Tom Price neue Vorräte ein und sind endlich um 10.45 Uhr unterwegs nach Port Hedland. Solange kein extra breiter Roadtrain die Straße blockiert und jedes Überholen verhindert, geht die Fahrt zügig voran.
Port Hedland ist so hässlich wie im Reiseführer beschrieben. Es erinnert an die Industrievororte im Ruhrgebiet, nur dass die Patina hier rot aufgrund der Eisenverhüttung, anstatt schwarz vom Kohlestaub ist. Doch wir wollen nicht meckern, das Visitor Information Center hat außer den üblichen Kinkerlitzchen sogar regionale Landkarten. Wir erstehen endlich jenen Teil der Kimberleys, durch den die Gibb River Road uns führen soll.
Bis Broome sind es noch 600 km, zu viel für einen Tag. Wir übernachten deshalb im nächsten Roadhouse.
 
 
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