19. Mai: Karijini Nationalpark(1/7)
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Je weiter wir nach Osten fahren, desto hügeliger wird die Landschaft. Bevor wir unser heutiges Ziel ansteuern, einen Campingplatz im Naturpark, halten wir in Tom Price. Das Städtchen wirkt sehr gepflegt und hat ein empfehlenswertes Internetcafe. Die meisten Fahrzeuge, die uns auf dem weiteren Weg entgegenkommen, sind mit roter Patina überzogen, dem Markenzeichen aller Nationalparkbesucher, da die Wege im Park nicht asphaltiert sind. Wir passen uns sehr bald an. Nicht nur das Auto, auch wir selbst werden mit rostrotem Staub bepudert. Herbert mit seiner Staubphobie leidet schlimme Qualen. Nach einer eisigkalten Nacht unter einem Sternen klaren Himmel starten wir früh am Morgen zu unserer Rundfahrt durch den Nationalpark. Zugegeben, es herrschen frische Temperaturen, aber dass einige Aussies mit Pudelmütze, gefütterten Anoraks und Fellstiefeln herumlaufen, halten wir für übertrieben.
Wir steuern verschiedene Lookouts an, schauen in
Schwindel erregende Tiefen, klettern zum Schluss in eine Schlucht hinunter, wo Herbert in den Billabong springt. Leider übersteigen die fototechnischen Schwierigkeiten an den spektakulärsten Stellen unseres Ausflugs die Fähigkeiten unseres Objektivs. Die Fotos bilden weder die atemberaubende Tiefe der Schluchten, noch das Spiel der Farben wahrheitsgetreu ab. Abends zurück in Tom Price spendiert Herbert unserem Auto eine Generalreinigung mit dem Hochdruckreiniger. Ich fülle eine Waschmaschine und gehe anschließend duschen, doch die rote Farbe ist hartnäckig, sie sitzt in allen Nähten und Poren. Als wir vor der Weiterfahrt tanken wollen, ist der Diesel alle. Vermutlich war der Goliath vor uns an der Zapfsäule. Die kommenden zwei Tage werden mehr oder weniger reine Fahrtage sein. Vor uns liegen ca 1 100 km Straße Richtung Broome, die außer ein paar Stränden an der 80-Mile-Beach nicht viel Abwechslung versprechen. Die Entfernungen in Westaustralien sind wirklich eine Herausforderung.
 
 
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