| 13. Mai: Artesischer Brunnen und Blaslöcher
|
|
| Nachdem wir in der Stadtbücherei von Carnarvon unseren Blog aktualisiert und die Mailbox geleert haben, fahren wir an Bananen- und Mangoplantagen vorbei über eine steinige Piste zu einem artesischen Brunnen. Mitten im Nichts entspringt die heiße Quelle mit 45°C und wird in Kanäle geleitet, in denen sich sogar Fische tummeln. Herbert vermutet, dass sie schon gar sind, wenn man sie angelt.
Der nächste Abstecher führt uns zu den Blow Holes. Hier prallen die heranrollenden Wogen des Indischen Ozeans auf eine zerklüftete Küste, schäumen in Löcher und Spalten und schießen in riesigen Fontänen wieder hinaus. Bestenfalls. Da Ebbe herrscht und der Wind vom Land her weht, hält sich die Dramatik in Grenzen. Dafür tummeln sich Schildkröten in der Gischt. Erstaunlich, dass sie nicht in die Felsen geschmettert werden.
Die nächsten zweihundert Kilometer führen uns durch eine eintönige Landschaft bis zum Urlaubsort Coral Bay. Fast hätten wir übersehen, dass wir dabei den südlichen Wendekreis, den „Tropic of Capricorn“ überqueren, wie ein Schild am Highway verrät. Niedriges Buschwerk, Grasbüschel, dazwischen rote Erde, nur selten eine Kurve um einen flachen Hügel herum prägen das Bild. Einzelne wilde Ziegen, Emus und vor allem Raben, die Geier dieser Gegend, bekommen wir zu Gesicht. Die Raben fliegen von dem Aas am Straßenrand auf, wenn wir uns nähern. An die vielen toten Kängurus, die in unterschiedlichen Verwesungszuständen die Straße säumen, werden wir uns nie gewöhnen. In Coral Bay sind die Campingplätze zu unserem Erstaunen überfüllt. Man weist uns eine staubige Parzelle dicht an der Straße zu, hier werden wir nur eine Nacht bleiben. Wir schwimmen eine Runde im Ozean, anschließend probiert Herbert sein Fliegennetz aus. Aber wie, bitteschön, trinkt und isst man damit? |
|
![]() |
|
| Nächste Seite >> |
