7. Mai: Sonnenuntergang im Nambung NP (1/2)
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Wir wollen raus aus Perth, uns lockt die Weite. Leider stimmen Hinweisschilder, die sich auf irgendwelche Straßen beziehen, und die Informationen in unserer Landkarte nicht überein. Wir nehmen den kleinen Kompass zu Hilfe, den Jörg und Ulrike uns zum Abschied geschenkt haben, und fahren nach Gefühl nordwärts. Irgendwann landen wir tatsächlich auf dem Highway Nummer 1, der uns Richtung Norden aus der Stadt hinaus führt. Das heutige Ziel heißt Cervantes, dessen Infrastruktur auf eine der berühmtesten Sehens- würdigkeiten Australiens ausgerichtet ist, den Pinnacles. Die Sonne neigt sich dem Horizont zu, als wir in den Nationalpark einfahren. Erstmals nehmen wir eine Strecke unter die Räder, die 4WD-Fahrzeugen vorbehalten ist. Eine Spur führt durch einen Wald längst versteinerter Wurzeln, deren Überreste meterhoch teils wie spitze Nadeln, teils wie klotzige Hügel aus dem Sand ragen. Das Abendrot taucht die bizarre Landschaft in ein warmes Orange, das allmählich nach Rot wechselt, bis die Sonne untergeht und die scharfen Schatten der Stelen, die jetzt kalkig grau wirken, verschwunden sind. Wir stehen auf einer Anhöhe und schauen in eine weitläufige Talmulde. Ein praller Vollmond verwandelt die Szene in ein gespenstisches Bild..  
 
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