| Schlafplätze am Meer sind für uns immer wieder etwas Besonderes. Wurden wir in der vergangenen Nacht wach, war die Luft erfüllt vom Brausen der heranrollenden Wellen und dem Donnern der Brandung und beförderte uns sanft in den Schlaf zurück. Heute morgen hat die Ebbe eingesetzt und das Wasser benimmt sich zahmer. Wir schauen auf denselben Atlantik wie Antje und ihre kleine Familie in der Bretagne und wünschen ihnen, dass sie ihren Urlaub in vollen Zügen genießen können. Außerdem hoffen wir sehr, dass es Kerstin gut geht. Noch ist es kalt am Morgen, der Gang in die Duschkabine kostet Überwindung, doch kaum steht das Frühstück auf dem Tisch, wärmen uns die ersten Sonnenstrahlen. Aaah, tut das gut! Wir brechen bei diesiger Sicht zur Vogelinsel auf, doch bis wir am Bird Hide eintreffen, klärt sich die Sicht. Wie vermutet, leuchten die Vogelleiber heute Morgen weiß in der Sonne. Die Dreckspatzen unter den Tölpeln, die sich vermutlich im Schlamm gesuhlt haben, verschweigen wir. Wir fotografieren abwechselnd mit den beiden Kameras, lassen uns viel Zeit – und das ist gut so. Immer wieder versuchen wir, einzelne Vögel einzufangen, bevor sie aus unserem Sichtfeld verschwinden. Eine Herausforderung für uns Fotografen, die wir den Eindruck haben, tölpelhaft zu arbeiten. In dem Gewimmel der Kolonie, das Pfeffer für ungeübte Augen ist, sind die verschiedenen Posen der Tölpel nur mit Mühe zu erkennen. Glück ist: den Finger im richtigen Moment am Auslöser zu haben. |
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