| Nach kurzer Pause brechen wir noch einmal auf, weil wir auf die Tölpelkolonie gespannt sind, die auf einer Insel am Fischereihafen ihr Zuhause hat. Unsere Wildcard, noch gültig bis zum 12. September, sorgt auch hier für freien Eintritt. Schon im Hafen riechen wir die kostbare Kacke der Vögel, die als Guano zum Düngen genutzt wird. Das Geschrei Tausender Tölpel ist so ohrenbetäubend, dass es sogar die Möwen und Kormorane nervt, die hier ebenfalls zu Hause sind. Von einem erhöhten Bird Hide aus beobachten und fotografieren wir die Tiere. Es dauert eine Weile, bis sich unsere Augen an das pausenlose Landen und Starten der Tölpel gewöhnt haben, die auf Englisch „Gannet“ heißen. Schnell wird klar, woher ihr deutscher Name kommt. Es dauert, bis sie nach schwerfälligem Anlauf in der Luft sind, wo sie elegant und so pfeilschnell fliegen, dass sie noch bei einer tausendstel Sekunde unscharf erscheinen. Die Landung klappt nicht immer, sie rutschen auf dem Untergrund aus Muscheln meterweit, bis der Schnabel als Bremse Wirkung zeigt. Leider ist die Sicht wegen des Sonnenstands am Nachmittag nicht optimal, weshalb wir beschließen, morgen wiederzukommen. Im Informationszentrum sind Bilder der Kolonie zu den verschiedenen Jahreszeiten ausgestellt. Wir sind zum richtigen Zeitpunkt gekommen, denn im afrikanischen Winter sind alle Tölpel auf Reisen. Im Frühjahr kommen sie zum Brüten zurück, bleiben bis in den Sommer, bevor sich im Herbst die Kolonie wieder leert. Nach dem Besuch des Infozentrums steuern wir die Gaststätte „Isabella’s“ im Hafen an. Der Kingklip und die gegrillten Kalamari schmecken lecker, der Service ist nachahmenswert. Kein Wunder empfiehlt Tripadviser das Restaurant. |
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