24. August: Nicht ohne Porta Potti (2/7)
  Umblättern
 
Unsere Campingnachbarn nehmen Anteil an unserem Problem und wünschen uns viel Erfolg. Ein Ehemann spricht uns darauf an, dass wir doch aus einem Wohnort kämen, wo eine berühmte Schokolade hergestellt würde. Tja, man sollte manchmal den Mund halten können. Ich verspreche ihm, dass wir nach unserer Rückkehr Schokolade verteilen würden. Wir treffen unseren Fahrzeugvermieter in Citrusdal, übernehmen ein neues Porta Potti, halten einen Schnack miteinander und brechen dann wieder auf: Herr Schäfer nach Cape Town, wir nach Clanwilliam zur Wildblumenblüte, die hier gefeiert wird wie ein Volksfest.
Unterwegs kaufen wir an einem Stand einen Sack Clementinen und sind verblüfft, wie lecker diese Früchte schmecken können. Wie der Name richtig sagt, wachsen in der Umgebung von Citrusdal alle Arten von Zitrusfrüchten.
Kilometerweit fahren wir an Plantagen mit erntereifen Früchten entlang.
In Clanwilliam werden die Samen endemischer Wildblumen gesammelt und auf Anfrage versandt. Die Pflanzen wachsen leider nur unter bestimmten Bedingungen, sonst würden wir ein paar Samen mit nach Hause bringen. In einem botanischen Garten präsentiert der Ort alle bekannten Wildblumen. Kleine Schildchen nennen ihre Namen auf Afrikaans. Wir gucken und fotografieren uns schwindelig, bevor wir den Heimweg nach Algeria antreten.
„Hat es geklappt“, fragt unsere Campingnachbarin und meint das neue Porta Potti. Ich halte den Daumen hoch. Sie freut sich mit mir. Zum Dessert überbringe ich den vier Nachbarn je ein Ritter Sport Schokolädchen.