10. Oktober: Fahrt zum Krüger NP (1/1)
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Bis zu unserem nächsten Ziel, dem Punda Maria Restcamp im Krüger NP, sind es eigentlich nur knapp dreihundert Kilometer auf Asphalt, was in Afrika grundsätzlich nichts heißt. In Musina, wo wir unsere Vorräte auffrischen wollen, ist an diesem Samstagmorgen der Teufel los. Der Verkehr staut sich durch die Innenstadt, Stuttgart in den Zeiten der Großbaustelle S 21 ist ein Waisenkind dagegen. Es dauert, bis wir es schaffen, einen Supermarkt anzusteuern, ohne angefahren zu werden. Kaum aus der Stadt, legt sich der Betrieb, und wir sind guten Muts, die Strecke bis zum Parkeingang in kurzer Zeit zu schaffen. Leider sind dem letzten Hochwasser zwei Brücken zum Opfer gefallen, was abenteuerliche Umwege zur Folge hat. Das ist Afrika!
Der Zinnober am Parkeingang ist verhältnismäßig schnell erledigt, doch dann müssen wir uns auf die Geschwindigkeitsbegrenzungen im Nationalpark
einstellen. Wehe, man fährt schneller als 50 km/h, es wird geblitzt! An der Rezeption von Punda Maria haben wir Pech, weil vor uns zwei Reiseleiterinnen die Formalitäten für ihre Gruppen erledigen. Nach vierzig Minuten sind wir endlich an der Reihe und schon Augenblicke später fertig.
Als wir unser Auto sehen, trifft uns der Schlag, denn das hintere rechte Rad steht auf der Felge! Herbert pumpt mit dem Kompressor Luft hinein, die durch ein kleines Löchlein hämisch pfeifend wieder entweicht. Bis zur Tankstelle vor dem Camp schaffen wir es mit matschiger rechter Hinterhand. Der Tankwart holt einen Fachmann herbei, der das Problem in kurzer Zeit behebt. Er klebt einen Stopfen in das Loch, eine afrikanische Methode, die hoffentlich hält, was er uns verspricht.Der Tag reicht gerade noch aus, Gulaschsuppe zu kochen und zu essen, dann steigen wir ins Bett.