9. Oktober: Im östl. Teil des Mapungubwe NP (1/3)
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Es war ein erbitterter Kampf zwischen dem Staat und den Grundbesitzern in dieser Gegend, zumindest einen Großteil des Gebietes in einen Nationalpark umwandeln zu dürfen. Nicht in allen Fällen gelang es, die ansässigen Menschen vom Wert des Projekts zu überzeugen. So ist zu verstehen, dass der Park aus zwei Teilen besteht, dazwischen weiterhin Landwirtschaft betrieben wird. Hier werden zum Beispiel auf Feldern der Firma ZZ 2, so weit das Auge reicht, Tomaten angebaut. Vor allem die Cocktailtomaten kann ich empfehlen. Um an den Haupteingang zu gelangen, müssen wir zirka fünfzig Kilometer über öffentliche Straßen zurücklegen, jede Menge Potholes eingeschlossen. Wir brechen um 9:00 Uhr auf, denn wir wollen den Hot Spot am Gate nutzen, hoffen ins Internet zu gelangen, um ein paar Tagebucheinträge und Fotos hochzuladen. Um 10:00 Uhr, so unsere Vorstellung, wollen wir an einer Tour zu den Ausgrabungsfeldern teilnehmen, die zum Weltkulturerbe zählen. Wir haben Pech, denn trotz eines Passworts mit 26 (sechsundzwanzig!) Zeichen können wir unsere Website und somit den Reiseblog nicht erreichen. Obwohl wir den Internetzugang des Parks nutzen, werden wir auch hier geblockt. Irgend etwas hat die Mitarbeiterin bei Vodacom in Johannesburg versaubeutelt. Zweite Enttäuschung: Die Heritage Tour um 10:00 Uhr ist ausgebucht. Nach einigen Überlegungen entscheiden wir uns für die Tour um 16:00 Uhr, was bedeutet, dass wir in der Dunkelheit zum Campingplatz zurückfahren müssen.
Um halb elf starten wir zu einer Pirschfahrt durch den Park, erleben die Auswirkungen der enormen Trockenheit. Mehrere Wasserlöcher sind ausgetrocknet, den Tieren ist es um diese Tageszeit zu heiß, sich aus ihren schattigen Verstecken zu bewegen. Kein guter Zeitpunkt für Tiersichtungen. Herbert freut sich, hoch über dem Ufer des Limpopo mit Blick auf das Ufer in Simbabwe einen Geocache zu finden. Außer flirrender Hitze gibt es nichts zu sehen. Sehenswert dagegen ist der Tree Top Trail, der durch die Urwaldlandschaft am Fluss führt.