7. Oktober: Nach Norden zum Mapungubwe NP (1/1)
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Die Nacht war angenehm frisch und auf der weichen Wiese liegt morgens Tau. Noch ist die Wäsche, die wir gestern Abend aufgehängt haben, nicht getrocknet, aber wir sind zuversichtlich, dass es bis zur Abfahrt so weit sein wird. Allmählich stellt sich Routine ein, wir schaffen es, „schon“ nach zwei Stunden fertig zu sein.
Bis Polokwane sind es fünfzig Kilometer. Wir erstehen in der Savanna Mall eine frische Maus fürs Laptop, kaufen für drei Tage ein und suchen nach einem netten Lokal, wo wir zu Mittag essen und unser Tagebuch hochladen wollen. Aus welchen Gründen auch immer, führt uns das Navi eine halbe Stunde lang im Kreis herum, bis wir ein kleines Lokal finden. Herbert fährt das Notebook hoch, will über den teuren Stick von Vodacom ins Internet, wird jedoch geblockt. Wir suchen eine Vodacom Niederlassung, die eigentlich ganz in der Nähe sein soll, jedoch laut Navi eine Tagesreise entfernt zu sein scheint. Entnervt entscheiden wir uns noch einmal für die Savanna Mall und finden einen Laden, dessen Mitarbeiter uns nicht weiterhelfen können,
stattdessen auf die Filiale gegenüber verweisen, in der uns die Spezialistin eröffnet, wir hätten am Airport in Jo’Burg eine Wohnadresse angeben müssen. Leider hat uns die Kollegin dort nicht danach gefragt. Einzige Möglichkeit, das Versäumnis nachzuholen sei, in eine Zentrale von Vodacom oder zurück zum Airport zu fahren. Uns bleibt aus Zeitgründen nichts anderes übrig, als das Unterfangen abzubrechen, da es 15:00 Uhr ist und wir spätestens um 18:00 Uhr am Gate des Mapungubwe Nationalparks sein müssen. Wir ärgern uns, weil wir nur an kostenpflichtigen WiFi-Punkten unser Tagebuch hochladen können.
Herbert drückt aufs Tempo, so dass wir es schaffen, kurz vor Schluss am Gate einzutreffen, die umständlichen Formalitäten zu erledigen und vierzig Kilometer zurück zu unserem Campingplatz zu fahren, den wir mit den letzten Fetzen Tageslicht erreichen. Wir ersäufen den Tag, der nicht der unsrige war, in Wein bzw. Bier und gehen früh schlafen. An die warmen Nächte werden wir uns wieder gewöhnen müssen.