| Violet, eine Kinderdorfmutter, zeigt uns die Wohnung für ihre elf Kinder und sich selbst. Trotz Ärmlichkeit wirkt alles wohnlich und sauber, überall ist aufgeräumt, um die kleinen Doppelhäuser herum sind Hecken, Büsche und Blumen gepflanzt. Die Kinder in dieser Einrichtung haben Glück, dass sie hier aufgenommen wurden, wer weiß, was sonst aus ihnen geworden wäre. Die Mütter tot, drogensüchtig oder (AIDS-)krank, die Väter – wie fast überall in Afrika – fühlen sich nicht für sie verantwortlich. Die Kinderdorfmutter berichtet über das Leben im Kinderdorf und informiert uns nebenbei, dass die Mückenplage jedes Jahr im Oktober über Livingstone hereinbrechen würde. Anschließend werfen wir noch einen Blick in den Computerraum, in dem 9 – 11-Jährige zu zweit vor den Bildschirmen sitzen, und besuchen eine Grundschulklasse. Herbert bewundert einen perfekten Tafelanschrieb, während ich mich unwohl fühle, weil die Kinder der Grundschulklasse zur Begrüßung auf Kommando aufstehen. | |
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