| Zwischen Lusaka und der Farm liegen 170 km Straße, die leider ab der Kafue Brücke eine Baustelle ist. Mindestens 50 km weit müssen wir uns einen holprigen Feldweg mit Radfahrern, riesigen Lkws mit dick verschnürten Planen, vermutlich beladen mit den Erzeugungen aus den Minen, teilen. Manchmal geht es nur im Schritttempo vorwärts, was Nerven und Zeit kostet. Mittags kommen wir auf der Farm an und werden als Erstes desinfiziert, um keine Keime mitzubringen. Zu unserer Verblüffung müssen wir eine Bahnlinie überqueren, vermuten jedoch, dass sie stillgelegt ist. Wir finden einen sehr schönen Platz bei einem Rondell unter Schatten spendenden Bäumen. Auf der Farm hat ein kleines Mädchen kochendes Wasser über sein Bein gegossen. Mir wird schlecht, als ich das rohe Fleisch sehe, doch ich kann nicht helfen. Die Brand- und Desinfektionspflaster in unserer Notfallbox sind zu klein für die großflächige Verletzung. Also decke ich das Bein vorsichtig mit Mullbinden ab, damit Fliegen und Staub nicht noch mehr Unheil anrichten können. Ich gebe der Tante(?) halbierte Schmerztabletten mit genauer Gebrauchsanweisung und hoffe, das Kind wird morgen zum Arzt gebracht. |
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