5. Oktober: Von Petauke nach Lusaka (1/3)
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In Petauke brechen wir früh auf, um das 400km entfernte Lusaka frühzeitig zu erreichen, denn wir müssen vor dem Wochenende noch einkaufen. Potholes, Humps vor, in und nach Ansiedlungen sowie schwerbeladene Lkws an Berghängen im Schritttempo erschweren das Vorwärtskommen. Immer wieder müssen wir wegen Haustieren auf dieser Hauptroute nach Malawi bremsen und anhalten. An der Brücke über den Luangwa ist so früh nichts los, so dass wir ohne Verzögerung hinüberfahren dürfen. Auf der anderen Seite zeigen verräterische Spuren, dass Fahrzeuge manchmal ein Hindernis zu spät wahrnehmen. Wir halten uns beim Brückenmarkt nur kurz auf, denn bis Lusaka ist es noch weit.
Irgendwann übersieht auch Herbert irgendein Hindernis und erfasst es. Es rumpelt so heftig, dass ich denke, wir haben einen Plattfuß. Doch die Reifen sind in Ordnung, während die Unterfütterung des Kotflügels Schaden genommen hat und am Rad schabt. Wir halten an und Herbert repariert kreativ mit Glue und Wäscheleine. Ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir Lusaka, kaufen ein und schwenken auf das Pioneer‘s Camp ein. Es ist Freitag und voll. Eine riesige Gruppe südafrikanischer Radfahrer, die wie geklonte Papageien aussehen, mischt die Beschaulichkeit auf. Leider besetzen ihre Fahrräder und weiteres Equipment den schattigen Bambushain, während sie selbst in der Lodge übernachten.