1. Oktober: Sightseeing bei Tribal in Mfuwe (1/5)
  Umblättern
 
Wir beschließen, einen Einkaufsbummel ins Dorf Mfuwe zu unternehmen. In einer Grocerie erstehen wir ein paar Grundnahrungsmittel, kaufen Salat an einem Marktstand, dann geht es weiter zu Tribal Textiles, einem Unternehmen, das Kunsthandwerk herstellt und vertreibt. Interessant ist vor allem das Recycling von Flaschen. Doch die Preise sind überteuert, wir haben den Verdacht, dass die Einnahmen nicht jenen Menschen zugutekommen, die in den Werkstätten arbeiten.
Zurück im Camp zeigt das Thermometer inzwischen 38°C und kein Lüftchen regt sich. Die schwüle Hitze macht mir zu schaffen, deshalb fläze ich mich in den Safaristuhl und rege mich ebenfalls nicht mehr. Auch der Kühlschrank schafft es trotz Strom nicht, seine Arbeit zu verrichten. Wir
haben Sorge, dass unsere Lebensmittel verderben. Am Nachmittag bezieht sich der Himmel. Auf unserem Weg zum Dinner am Fluss entlang zieht frühzeitig die Dunkelheit herein. „Dinner“ klingt großartig, doch wir essen nur Lasagne und Spaghetti und trinken kaltes Wasser und kühlen Wein dazu. Die geplante Nachtwanderung am Fluss entlang wird Herbert aus Sicherheitsgründen verwehrt, wir werden zu unserem Bushcamper zurückgefahren. Es wetterleuchtet und blitzt, später donnert es. Mit dem Rest Holz von gestern pöffelt Herbert, doch wir können das Feuer nicht lange genießen, weil heftige Sturmböen es unberechenbar machen. Schon fallen die ersten Tropfen, die sich im Nu zu einem Wolkenbruch ausweiten. Wir schließen unsere Dachluken zu spät und schlafen in feuchter Bettwäsche ein.