25. September: Abzocke in Lusaka (1/2)
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Eigentlich wollten wir in Lusaka nur einkaufen und eine Nacht im Pioneer’s Camp verbringen, bevor wir ins South Luangwa Tal weiterfahren. Weil wir einen Tag KaingU übrig haben, bleiben uns zwei Nächte im Pioneer‘s Camp. Aber noch sind wir nicht da.
Die M 9 bis Lusaka ist gut zu fahren. Je näher wir der Hauptstadt kommen, desto stärker wird der Verkehr, verdichtet sich immer mehr, bis wir uns in einem Verkehrsknäuel aus Fahrzeugen, Fußgängern, aufdringlichen Straßenhändlern, Lastenkarren und Gegenverkehr wiederfinden. Mir ist unbegreiflich, dass wir ohne Blessuren hindurchgekommen sind. Der Tankwart
berichtet, die Technik für die Koordination der Ampeln sei ausgefallen. Es dauert, bis wir eine Lücke finden, um uns erneut ins Verkehrsgewühl einzufädeln. Kaum haben wir es geschafft, winkt uns eine Polizistin zur Seite, dirigiert uns in eine Nebenstraße, behauptet, unser Navi sei eine Kamera, das sei verboten. Der Versuch ging daneben. Dann: Wir seien bei Rot über die Ampel gefahren – doch die stand hinter unserer Fahrtrichtung. Großes Palaver, bis ich sie von einer Bankeinzahlung auf ihr Konto über 750 Kwacha auf 300 Kwacha in bar herunterhandeln kann. Quittung? Nix da. Erst jetzt erhält Herbert seinen Führerschein zurück. Korruptes Aas! Die beobachtende Kollegin bekommt einen Wink, wir sind entlassen.