23. September: Durch den Kafue zur New Kala Lodge (1/6)
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Als ich Herbert morgens bitte, Fenistil auf den juckenden Fliegenbiss zu schmieren, findet er den Stachel einer Biene. Von wegen Tsetsefliege! Andy fragt uns beim Abschied, ob wir die Elefanten nachts gehört hätten. Sein Wächter hätte sie verjagt.
Auf unserem weiteren Weg nach New Kalala ist der Busch ebenfalls ausgetrocknet, dazwischen immer wieder verbrannte Flächen. In Sambia wird anscheinend der gesamte Wald zu Holzkohle verarbeitet, die in riesigen Kiepen am Straßenrand verkauft wird. Manchmal ist der Weg gut befahrbar, dann wieder rattern wir über Wellblech, knallen durch tiefe Senken und schwanken durch betonierte Flussdurchfahrten ohne Wasser. Selten lugt ein
Kudu, eine Antilope oder ein Warzenschwein aus dem Gebüsch und hetzt von dannen. Ergebnis der ruppigen Piste: Chaos im Kühlschrank, drei kaputte Eier, ausgelaufener O-Saft, eine zerbrochene Halterung für Besteck. Nach knapp drei Stunden erreichen wir den ItezhiTezhi Stausee, aus dem ein Wald toter Baumgerippe herausragt. Die New Kalala Lodge und Campsite liegt romantisch schön am Berg. Wir nehmen uns Zeit, das Auto waagerecht und gleichzeitig schattig zu stellen, denn wir wollen zwei Nächte bleiben. Auch hier sind wir die einzigen Gäste. Vom überdachten Sitzplatz aus habe ich beim Schreiben einen herrlichen Blick über den See und auf die Staumauer.