21. September: Nach Roy's Camp beim Kafue NP (1/5)
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Kein Wasser morgens in den Ablutions des „Luxury“ Resorts, wir behelfen uns mit Wasser aus dem eigenen Tank und machen, dass wir wegkommen. Auf dem Weg zurück bis Mongu stellen wir mit Erstaunen fest, dass das liegengebliebene Fahrzeug weg ist.
Ab mittags tragen die Menschen heute sonntägliche Kleidung, schließlich ist der Samstag ein Ausgehtag. Müssen wir an einer Kontrollstelle anhalten, kommen Händler ans Auto und reichen uns Bastmatten, Gemüse oder lebende Hühner herein. Nie werde ich die erwartungsvollen Augen des Hühnerhändlers vergessen, der nicht versteht, wieso wir ihm kein Huhn abkaufen – hier
stoßen Welten aufeinander. Bisher ist uns im südlichen Afrika nicht aufgefallen, dass sich das pralle Leben an den Straßen abspielt, in Sambia fahren wir mitten hindurch. Sobald sich eine Möglichkeit bietet, fotografieren wir aus dem Auto heraus. Wir lächeln und zeigen auf den Fotoapparat. Meist lächeln die Menschen zurück und winken, manche schauen misstrauisch, doch nicht alle sind einverstanden. Die Straße bis zum Kafuefluss ist miserabel, auch die M9 wird nicht besser. Die Humps sind gestaltet, als sollten möglichst viele Autos Schaden nehmen, und machen ein Viertel der Strecke aus.