| Die Straße ist bis Mongu in einem guten Zustand. Bevorzugtes Fahrzeug ist das Fahrrad als erstaunlich belastbares Transportmittel. Wir füllen in Mongu unsere Vorräte auf, ziehen am ATM 4000 Kwacha (= 260 Euro), tanken und geben unser 24 km entferntes Tagesziel im Navi ein. Ab jetzt hat die Straße mehr Potholes als Teer, dazwischen Tiefsand, und ist voller Menschen. Vor uns quält sich ein vollbeladener Pkw ohne Allrad durch den Sand, bis er stecken bleibt. Wir fragen uns, ob wir ihn auf der Rückfahrt noch vorfinden werden. Nach zwei Stunden stehen wir vor dem Resort. Ein riesiges Schild macht Gäste darauf aufmerksam, was sie alles nicht dürfen, z.B. kein Essen und Trinken mitbringen, angemessene Kleidung beim Schwimmen tragen und nicht unerlaubt fotografieren. Gilt das auch für Camper? Wir müssen einen schweren Felsen zur Seite schieben, um das Tor zu öffnen. Die Rezeption des Resorts ist großkotzig, ein Angestellter zeigt uns den Weg zur Campsite. Hier ist der Sand so tief, dass man bis zu den Knöcheln einsinkt. Der Stellplatz liegt wunderschön an einem idyllischen See mit weißem Sandstrand. Doch Wasser, Strom, Klopapier und Mülleimer müssen wir anfordern. So großzügig und luxuriös die Ablutions sind, der Service ist mangelhaft. Es kommt noch schlimmer. Wir sind die einzigen Gäste und nicht wert, dass man sich kümmert. Beim Dinner fällt endgültig der Strom aus und damit auch das Wasser. Kerzen oder andere Leuchtmittel sind an uns offensichtlich nur Verschwendung. Aufs Essen warten wir in tiefer Finsternis. Okay, der Koch versteht sein Geschäft, leiht uns seine Lampe, doch wir sind sauer. „Luxury“ scheint hier eine bizarre Bedeutung zu haben. Merke: Sambia ist für viele Überraschungen gut! |
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