28. Sept.: Luxus bei Kalahari Bush Breaks(1/3)
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Beim Hinausfahren aus dem Thakadu Camp bewundern wir ein Beispiel für nachhaltige Kunst aus plattgeklopften Getränkedosen. Die Region Ghanzi hat sich dem Schutz der Geier verschrieben, die leider häufig vergiftet werden und vom Aussterben bedroht sind. Neben großen offiziellen Plakaten hat ein Künstler hier an der verkehrsreichen A2 einen überlebensgroßen Recycling-Geier als doppelsinniges Mahnmal für den Erhalt der Umwelt aufgestellt.
Bis zu unserer nächsten Unterkunft bei Gobabis sind es 300 km plus Grenzkontrollen, die uns eine Stunde kosten. Wir haben eine Luxus-Campsite bei Kalahari Bush Breaks gebucht, wo wir vor der Rückkehr nach Windhoek entspannen wollen. Luxus ist jedoch ein weiter Begriff, der in diesem Fall lediglich bedeutet, dass die auf einem staubigen Areal liegenden Stellplätze Wasser, Strom und Licht haben. Die Schattenspender sind zwar belaubt, aber nicht ausladend genug, um umfassend Schatten zu geben. Wir fahren zur Lodge, um vielleicht ins www zu gehen und
uns umzusehen. Die Lodge ist ausgesprochen nett und gemütlich. Hier scheint ein Liebhaber am Werk gewesen zu sein. Die Betreiberin bedauert, dass wir dem „Luxus“ auf den Leim gegangen sind, verspricht, die Campsite umzubenennen, und bietet uns an, mit einem Upgrade in der Lodge zu übernachten. Doch wir lehnen ab, planen stattdessen, anderntags schon nach Windhoek weiterzufahren. Der Abend entschädigt uns für die anfängliche Enttäuschung. Nachdem wir es mit einem kreativen Windschutz gegen die Kalahariböen geschafft haben, eine ausgezeichnete Pasta zu kochen, sitzen wir zum letzten Mal während dieser Reise neben unserem Camper und genießen die Stille, nach dem Sonnenuntergang die Dunkelheit und den grandiosen Sternenhimmel über uns. Der Wind aus Osten ist stärker geworden, kämpft mit Erfolg gegen die Geräusche vereinzelter Fahrzeuge auf der nahe liegenden Autobahn an und treibt uns bald in die Schlafsäcke.