18. Sept.: Die Kwando Core Area im Bwabwata Nationalpark (6/8)
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Essenstechnisch betrachtet, ist heute nicht unser Tag. Das Toastbrot ist schimmelig, so dass wir schon wieder einkaufen müssen. Die Morgenpirsch führt uns wieder zum Horseshoe, wo es zuerst enttäuschend ruhig ist. Wir fahren weiter am Fluss entlang nach Süden, bis zu einem Punkt, wo wir auf der anderen Flussseite das Mavunje Camp wähnen. Auf der Rücktour erleben wir eine Elefantenfamilie, die am Knick des Horseshoes trinkt und badet und dann in unsere Richtung weiterzieht. Wir können sie riechen! Vorsichtshalber machen wir uns hinter einem Busch ganz klein. Erst als die Dickhäuter im Gebüsch verschwunden sind, können wir unseren Weg fortsetzen.
Auf unserer Campsite gibt es wieder Joghurt. Dann relaxen wir auf unserer Holzveranda direkt am Fluss und beobachten dabei einen Lechwebock mit seiner Liebsten, die mal links, mal rechts von ihm auftaucht und wieder im Gras verschwindet. Erst als sie auf beiden Seiten von ihm gleichzeitig den Kopf hebt, erkennen wir, dass er Bigamist ist. Der Schwerenöter! Wir entscheiden uns für eine zweite Pirschfahrt, diesmal in die andere Richtung und am Fluss entlang. Außer den zuverlässig anwesenden Impalas, zwei
Kudus, die uns vors Auto springen, sehen wir wenige Tiere. Doch die Landschaft gefällt uns so sehr, dass wir einen extra Loop drehen. Leider von Gebüsch verdeckt, entdecke ich ein kleines Rudel Säbelantilopen. Das sind jene Wildtiere, die man laut Shaddoc für 26.000 US-Dollar das Stück schießen darf. Es ist eine Schande, denn sie sind sehr schön und nur noch selten zu sehen. Es dunkelt schon, als wir unsere aufgeheizte Campsite erreichen. Nach dem Duschen klingen die Temperaturen ab, und ich begebe mich ans Essenmachen, grille ein Stück Rind, zu dessen Vergleich eine Schuhsohle butterweich ist. Wir werfen das Fleisch ins Lagerfeuer, essen nur Salat und werden trotzdem satt. Das sollten wir öfter machen! Nach dem Dinner hören wir den Hippos zu, die ihre Kommentare abzugeben scheinen. Wir hören sie bis weit in die Nacht hinein.
Bevor wir den Nationalpark verlassen, statten wir einem Aussichtspunkt des südafrikanischen Militärs während der Kolonialzeit einen Besuch ab. Ruinen der Anlagen sind heute noch zu sehen.