29. September: Auf der Ghaub Guestfarm (1/2)
  Umblättern
 
Heute Morgen riecht es nach Regen, obwohl der Boden trocken aussieht. Wir unterhalten uns noch eine Weile mit dem Ehepaar, so dass wir erst um zehn Uhr vom Platz kommen. Das rächt sich, denn es ist Freitag und in Grootfontein, wo wir uns mit ein paar Lebensmitteln versorgen wollen, der Teufel los.
Erst um drei Uhr kommen wir ziemlich genervt auf der Ghaub Gästefarm an. Überall stehen Pfützen auf den Wegen, hier muss es kräftig geregnet haben. Es ist immer noch diesig, kein rechtes Fotowetter, aber die Temperaturen sind angenehm.
Die Lodge ist ein Traum. Sie liegt in einer hügeligen Landschaft, hat genügend Wasser, um großflächig begrünt zu sein. Die Bäume in dem ausgedehnten Park wurden von den Missionaren gepflanzt, die einst hier gewirkt haben. Der Pool ist der größte, den wir auf unserer Tour kennengelernt haben. An dem eigenen Wasserloch fühlen sich Nashörner wohl. Leider verpassen wir eine
Nashornmama mit ihrem Sprössling, weil wir zu spät davon erfahren.
Auch die Campsite ist wundervoll gelegen. Wir haben ein gemauertes Häuschen mit allem, was das Camperherz begehrt: Überdachte Terrasse mit großem Steintisch und „Kücheneinrichtung“, davor ein kleiner Rasenplatz mit einer gemauerten Feuerstelle, Dusche und Toilette auf der Rückseite des Gebäudes sind groß und intakt. Wir haben elektrisches Licht, nur das Wasser müssen wir im Donkey erhitzen. Die Zufahrt auf den Stellplatz gestaltet sich schwierig. Steil bergauf muss Herbert rückwärtsfahren. Ich stehe auf der falschen Seite, als er eine Macke ins Auto fährt. Mist, das kostet uns einen weiteren Teil der Kaution! Schade, dass wir nur eine Nacht bleiben, hier würde ich gerne längere Zeit verbringen.
Für heute Abend haben wir ein Dinner vorbestellt. Morgen geht es weiter zur letzten Campingübernachtung. Die Reise neigt sich definitiv dem Ende zu.