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Um 05:30 Uhr verlassen wir das Hochbett und rüsten uns für die lange Fahrt. Es ist viertel nach Sieben, als wir vom Platz fahren und uns in den Berufsverkehr nach Maun einreihen. Erst stadtauswärts lässt der Verkehr nach und wird noch schwächer, als wir auf die A35 Richtung Norden abbiegen. Streckenweise ist die Fahrbahn gut, dann wieder kommen so viele Potholes, dass wir die Wahl zwischen Pest und Cholera haben. Ab dem Abzweig zur Grenze finden wir nur noch Gravel und teilweise Piste vor. Aber wir kommen gut voran, sind schon um die Mittagszeit am botswanischen Grenzposten. Unser Grenzübertritt nach Namibia in Dobe ist sehr speziell. Der botswanische Grenzbeamte drängelt sehr, ob wir nicht Pula gegen N$ tauschen wollen. Natürlich zu einem unverschämten Kurs. Das Antikorruptionsplakat an der Wand neben ihm scheint ihn dabei nicht zu stören. Die beiden Tore – eher Viehgatter – hinüber nach Namibia dürfen wir eigenhändig öffnen. Bei ungefähr zehn Grenzübertritten pro Tag wäre das für die
Beamten diesseits und jenseits des Zauns eine unzumutbare Mehrarbeit!
Als wir das pompöse Kontrollgebäude in Namibia betreten wollen, stellen wir fest, dass es noch nicht bezogen ist. Auch die namibischen Grenzer müssen sich mit einer engen, heißen Behausung bescheiden. Noch jedenfalls! Auf schnurgerader Gravelroad fahren wir bis Tsumkwe zur Country Lodge. Die Fahrt zieht sich, die Klimaanlage pustet gegen die trockene Hitze an. Es ist eine bescheidene Lodge, die jedoch einen recht gut ausgerüsteten Campingplatz bietet. Kaum haben wir das Auto abgestellt, taucht daneben ein Bettler auf. In ganz Botswana hat niemand uns angebettet, aber sowohl in der letzten namibischen Lodge vor der Grenze, als auch jetzt in der ersten danach wird gebettelt. Später hören wir, wie der Mann von einem Angestellten weggeschickt wird. Wir lernen ein norddeutsches Ehepaar kennen, das wie wir allein und recht unorthodox unterwegs ist. |
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