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Unser nächstes Ziel ist Livingstone’s Camp, das in der Nähe des kleinen Museums liegt, in dem die dramatische Geschichte einer kleinen Gruppe Missionare um den Entdecker aufbereitet sein soll, die bis auf Einzelne umkamen. Ein Adolf Waidelich aus SA hat sich um die Recherche und Aufarbeitung verdient gemacht. Zunächst fahren wir zum Camp, das kurz vor dem Nkasa Lupala NP liegt. Wir wundern uns über die vielen dicken Toyotas mit grünen Kennzeichen, die uns überholen. Im Office des Camps erfahren wir, dass der zuständige Minister ein Meeting in der Lodge im NP hat.
Da der Chef des kleinen Camps ebenfalls dabei ist, bedient uns die Aushilfe und zeigt uns die Campsite. Wir sind überrascht, denn sie ist großzügig eingerichtet, mit einem Aufenthaltsraum samt Küche unter einem dicken Mattendach, Badezimmer und Toilette auf der Rückseite. Besonders begeistert sind wir von dem weiten Blick über eine Ebene, in der Wasserlachen des Linyanti blinken. So viel Luxus hätten wir nach dem miserablen Weg bis hierher nicht erwartet.
Auf unsere Frage an die Aushilfe, ob er weiß, wann das Museum geöffnet ist, oder ob er die Rufnummer kennt, erhalten wir lediglich eine falsche Telefonnummer! Argh! Da das Museum nur 2 km auf holprigem Feldweg entfernt liegt, machen wir uns spontan auf den Weg. Auf einem Hinweisschild steht die richtige Rufnummer, aber die ist zurzeit nicht erreichbar, man solle es später versuchen. Wir fahren trotzdem hin und stehen vor verschlossener Tür. Das war ein Satz mit X! Das Qualitätsmanagement hat noch viel Luft nach oben.
Inzwischen sinkt die Sonne, Herbert hat für unser Lagerfeuer Anmachholz gesammelt, und ich werde schauen, was ich aus den Lebensmittelresten als Abendessen zubereiten kann. Später sitzen wir noch lange am Lagerfeuer, blicken auf die weite grasige Fläche vor uns, in der sich der Linyanti versteckt, und hören den Hippos beim Grunzen und Schnarchen zu.
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