| Wir lassen die White Lady Lodge hinter uns und rumpeln weiter über Pads, für die sich unsere Feldwege schämen würden. DieOrientierung geht verloren, doch Herbert vertraut seiner Mathilda, der Stimme im GPS-Gerät. Nach Stunden biegen wir endlich auf eine Gravelroad ein, die auch auf der Papierkarte eingezeichnet ist. Uns wird warm und wärmer, denn die Klimaanlage rödelt zwar, bläst jedoch keine kalte Luft in den Innenraum. Anruf bei Africamper in Windhoek. Stefan verspricht eine Werkstatt zu suchen und uns zu benachrichten. Weil wir einkaufen wollen und auf eine Internetanbindung hoffen, fahren wir Richtung Khorixas. Doch der Supermarkt beziehungsweise das davor herumlungernde Publikum sieht nicht vertrauenerweckend aus. Also schlagen wir die Richtung Kamanjab ein. Ob das ein guter Gedanke war, wird sich noch zeigen. Kurz hinter Khorixas haben wir hinten rechts einen Plattfuß. Herbert legt sich unters Auto, während ich
erneut Stefan von Africamper anrufe, dass wir einen neuen Reifen brauchen. Währenddessen hält eine deutsche Familie und hilft, den Reifen zu wechseln. Wir bedanken uns mit ein paar Täfelchen Ritter Sport Schokolade, fahren los und – die Klimaanlage bläst wieder kräftig. Stefan ruft zurück, Autowerkstatt und Reifenhändler in Kamanjab würden auf uns warten. Wieso warten? So weit ist der Ort doch nicht entfernt. Wir legen einen Zahn zu, denn bis zum Nachmittag müssen wir im Camp Okaukuejo im Etosha NP ankommen. Wir schaffen es zum Reifenhändler bis kurz vor 13:00 Uhr. Während der Reifen ausgetauscht wird, laufe ich zum Supermarkt, wo mir die Tür vor der Nase zugeknallt wird. Was wir nicht einkalkuliert haben: Ab Samstagmittag schließen in der Provinz sämtliche Geschäfte. Ich starre meine lange Liste an und frage mich, wie der Speisezettel bis Montag aussehen soll. |
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