| Bisher haben wir während unserer Reise selten überfahrene Tiere am Straßenrand liegen sehen, doch heute häufen sich die Kadaver. Vielleicht waren am gestrigen Samstag bei Dunkelheit zu viele betrunkene Fahrer unterwegs. Eine kleine Abwechslung bietet der Kuke-Fence. Müssen wir schon wieder unsere Tomaten abgeben? Nein, diesmal wird kontrolliert, ob wir Fleisch mitführen. Obwohl wir verneinen, werden wir aufgefordert, mit den Schuhen in eine stinkende Desinfektionspfütze zu treten und mit dem Auto durch eine Wanne zu fahren. Der Sinn dieser Maßnahmen bleibt uns verborgen. Noch hundert Kilometer bis Ghanzi, die sich ziehen wie Gummi. Traudel liest im Reiseführer, dass sich in dieser Kleinstadt sehr viele Ethnien versammelt haben, was zu großen sozialen Problemen führt. Doch wir umfahren das Zentrum und biegen wenig später auf die Offroadstrecke zum Thakadu Camp ein. Das Camp liegt mitten im trockenen Busch, bietet jedoch Trinkwasser, Strom und Licht am Stellplatz, hat Bar und Restaurant mit WLAN und einen erfrischenden Pool. Aaah, wie das zischt! Eine südafrikanische Familie ist zum Plaudern aufgelegt, der Sohn will in Deutschland Germanistik studieren. Die Frau warnt uns, dass am Morgen während des Einkaufs in Ghanzi in ihr Auto eingebrochen wurde. Auch im Camp hängen überall Schilder, nichts im Auto liegen zu lassen, wenn man den Stellplatz verlässt. Trotzdem schlafen wir bei offener Tür, denn die Hitze im Auto will einfach nicht weichen. |
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