27. September: Hoch über den Wassern des Okavangodeltas (2/5)
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Das Flugbüro bietet uns einen Flug um 16:30 Uhr an, den wir buchen. Eine halbe Stunde vorher werden wir abgeholt, müssen die Eincheckformalitäten erledigen und werden über das Flugfeld zu einer Cessna mit drei Gästesitzen geführt, wo uns der Pilot bereits erwartet. Wenige Minuten später sind wir in der Luft, lassen bald die letzten Hütten von Maun hinter uns zurück und fliegen über die verästelten und mäandernden Wasserarme des Okavangos. Die Maschine dröhnt so laut, dass die Hinweise des Piloten kaum zu verstehen sind. Wir schauen hinunter auf das Delta, dessen Wasser in diesem Jahr besonders hoch steht. Von vielen eingezäunten Weideflächen schauen nur die Pfosten aus dem Wasser. Dazwischen trockene Stellen, Inseln mit Palmen, abgebrannte Flächen und grünes Land. Die Elefantenherden sehen von oben klein und unbedeutend aus, Hippos suhlen sich in den Teichen und Zuläufen, Büffel grasen in Wassernähe, und die hellen Antilopen sind besonders gut zu erkennen. Doch viel interessanter ist die Landkarte des Deltas. Tierherden haben viele Jahre lang ihre Pfade in den Boden getrampelt, Tracks führen pfeilgerade durch trockene Landstriche und verschwinden urplötzlich im Wasser, tauchen nach wenigen Metern wieder auf. Ob wir in diesem Jahr durch das Moremigebiet hätten fahren können, ist fraglich. Die Schweizer berichten später, dass sie Wasserdurchfahrten von bis zu einem Meter zu bewältigen hatten. Kein Kunststück mit dieser Mischung aus Traktor und Unimog, mit der sie unterwegs sind. Wir fliegen einen großen Bogen, und schon tauchen die ersten Behausungen der Stadt wieder auf. Das war wohl das letzte spannende High Light unserer Reise, die in wenigen Tagen zu Ende gehen wird.
Wir gönnen uns ein Abendessen in der Lodge und gehen erst schlafen, als die Schüler nach ausgiebiger Toberei im Pool zur Ruhe kommen.