20. Oktober: Auf Jagd nach einem Schräubchen (1/2)
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In Maun sind die Geschäfte sonntags bis zum Mittag geöffnet, doch ausgerechnet Büros und Werkstätten huldigen dem Tag des Herrn. Könnten die nicht auch öffnen? Wenigstens für uns? Wir versuchen ohne Erfolg, das fehlende Ersatzteil für unser Luftdruckgerät zu kaufen. Es fehlt ja nur ein einziges Allerweltsschräubchen, das müsste doch zu erwerben sein! Frustriert geben wir nach mehreren Versuchen auf. Ich werde Bobocampers nachmittags eine Mail schicken und fragen, was wir tun können.
Wir brauchen schon wieder Bargeld, denn die Stückelung von 1000 Pula (100 Euro), die wir am ATM ziehen können, ist einfach lächerlich bei den Preisen in Botswana. Der Automat spuckt auch diesmal nur 1000 und als nächstes sogar nur 700 Pula aus. Da wir morgen keine Zeit
verlieren wollen, betanken wir das Auto und kaufen Lebensmittel und Trinkwasser für den dreitägigen Ausflug zu den Felsenmalereien in den Tsodilo Hills.
Zurück auf dem Campingplatz lassen wir uns auf unseren Safarisesseln nieder, trinken einen Cappuccino und genießen den Ausblick auf einen Wasserarm des Okavangos, der an der Campsite entlang fließt. Allmählich verschwinden die Wochenendurlauber, und es wird ruhig. War der Campingplatz am Samstag noch überfüllt, sind inzwischen außer uns nur noch zwei weitere Fahrzeuge da. Ich führe Tagebuch und erledige Mailantworten. Susanne erhält eine Geburtstagsmail, die hoffentlich ankommt. Anschließend testen wir im Restaurant die empfehlenswerte lokale Küche und gehen wie jeden Abend frühzeitig ins Bett.