16. Oktober: Auf rauen Pfaden nach Kubu Island(2/3)
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Der Sonnenuntergang findet nicht statt, weil sich eine dicke Wolkenbank davor schiebt. Dabei hat Herbert bewusst diesen Moment für seinen Gang zur Toilette nutzen wollen: Das Örtchen ist ebenfalls eine Sehenswürdigkeit: Aus grünem Plastik und ohne Tür bietet es stinkend einen weiten Blick in die Landschaft. Wir brechen am nächsten Morgen in aller Frühe auf, um vor der großen Tageshitze in Gweta zu sein. Doch die Piste verlangt dem Auto und Herbert Einiges ab. Im Sand drohen wir stecken zu bleiben, auf der Salzpfanne ziehen wir eine undurchdringliche Staubwolke hinter uns her. Erstmals verkleben wir - leider mit wenig Erfolg - die Tür zur Kabine, denn durch das Aufstelldach dringt der Staub und Sand trotzdem hinein. Ohne die geroutete Strecke auf dem Navi hätten wir uns öfters in diesem gesichtslosen Nichts verfahren. Sieben Stunden später landen wir nach einhundertzehn Kilometern verstaubt, durstig und erledigt auf dem Campingplatz Planet Baobab in Gweta, der Strom, Wasser und einen Pool bietet. Begrüßt werden wir wiederum von einem freundlichen Tokopärchen, diesmal unberingt. Die Vögel scheinen sich auf Camper spezialisiert zu haben. Wir genießen das Abendessen in der Lodge, ohne für irgendwelche Formalitäten gestört zu werden. Doch die Nacht entwickelt sich zu einem Horrortrip. Zu spät haben wir jene kleinen Blutsauger entdeckt, die sich in unserer Kabine eingenistet haben.