| Das haben wir gestern vorgezogen, heute wollen wir zur Pirsch in den Mokolodi Naturpark fahren. Es ist kurz nach zwei Uhr, als wir an der Rezeption ankommen, wo die üblichen „Grenz“formalitäten (2 Formulare ausfüllen, Passnummern, Geburtstag, Autonummer eintragen und Uhrzeit der Ankunft angeben) eine halbe Stunde dauern. Die Kosten für den Eintritt ins Reservat betragen für Selbstfahrer 34 Euro zusätzlich. Mit einem Safarifahrzeug in der Gruppe wäre es billiger gewesen, doch wir bevorzugen es, allein auf Pirsch zu gehen. Hätten wir nur das Gruppenangebot akzeptiert! Die ausgewiesenen Wege sind mehr als abenteuerlich, schlecht gekennzeichnet und steinig bis felsig mit tiefen Kuhlen. Wir klettern im Allradbetrieb über fußballgroße Felsbrocken bergauf und bergab. Das Auto neigt sich gefährlich nach links und nach rechts, störrisches Gebüsch zerkratzt die Karosserie. An einem Picknickplatz am einzigen See des Reservats machen wir Pause, doch um diese Zeit sichten wir nur ein paar Impalas, sonstiges Wild macht sich lediglich durch seine Hinterlassenschaften bemerkbar. Nach diesem Halt wollen wir weiter ins Reservat hineinfahren. Mit GPS ist das ja kein Problem. Nach einer elenden Kurverei von der Güte wie zuvor beschrieben, stellen wir fest, dass wir uns im Kreis gedreht haben. Wir haben uns verirrt! Irgendwann macht sich Panik breit. Erreichen wir das Gate rechtzeitig, bevor es schließt? Neuer Anlauf: Haben wir diesen Track schon ausprobiert? Wir landen an einer Ecke des Sees weit entfernt vom Picknickplatz, zu dem kein Pfad hinzuführen scheint. Trostpreis: Eine Herde Strauße und mehrere Gnus, die zum Wasser streben. Wie kommen wir aus dieser Ecke heraus? Wir halten uns rechts, doch dort steht schon wieder ein Verbotsschild! Vermutlich halten sich die Karte, die man uns an der Rezeption in die Hand gedrückt hat, und unser Navi in unterschiedlichen Wildparks auf. Argh! Schließlich probieren wir es linksherum, entdecken einen schmalen Pfad und siehe da, irgendwann landen wir wieder am Picknickplatz. In Zeitlupe lassen wir die angestaute Luft ab. Die wenigen Meter bis zum Gate schaffen wir trotz einsetzender Dämmerung ohne Zwischenfälle. | |
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